Peat & Love – Ardbeg Day 2018

Ganz richtig: Es war wieder soweit und der allgemeine Feiertag aller Ardbeggians fand statt – diesmal in Offenbach am 02. Juni 2018. Selbstverständlich war ich für euch vor Ort!

Anzeige – Gerade stelle ich mir die Frage, was ich zum Ardbeg Day einleitend sagen könnte. Grundsätzlich sehr, sehr viel über Historie in Verbindung mit dem Malt & Music Festival auf Islay namens Feis Ile oder das Ardbeg Committee und den Anspruch mit dem eigenen Engagement sicherzustellen, dass Ardbeg nie wieder geschlossen werden muss bzw. wird. Aber was muss ich noch sagen, dass ich nicht schon auf meinem Whisky Blog in den vergangenen Jahren erwähnt habe?

Ardbeg Day 2018 - Peat & Love // Herr Lutz - www.herr-lutz.de

Taste the Peat – Spread the Love

Jedes Jahr liegt dem Ardbeg Day ein besonderes Thema zu Grunde. In diesem Jahr war es die Zeit Ende der 60er und Anfang der 70er in denen es um Liebe, Frieden und grundsätzlich „Groovyness“ ging. Verantwortlich dafür ist natürlich das diesjährige Release der „Ardbeg Grooves“, benannt nach dem englischen Wort für Rillen bzw. Fugen, die bei der Nachbearbeitung in Form des erneuten, äußerst intensiven Ausbrennens der ausgewählten Rotweinfässer entstanden sind. Bei dem Namen hatte es die Marketing Abteilung wirklich einfach, zugegeben, aber umso besser wurde es umgesetzt.

 

Ardbeg Day 2018 - Peat & Love // Herr Lutz - www.herr-lutz.de

 

Hug the Ardbeg Cask

Neben den Spielen wie Ringe werfen mit bunten Peace Zeichen oder Platten Cover Memory pflegte man einen wirklich entspannten Umgang ohne straffen Zeitplan, Höhepunkten, die aufeinander aufbauten oder irgendeinem Zwang. Wer wollte, spielte hier und da um ein paar Coins, die kurzum ihren Gegenwert in Ardbeg Drams fanden oder man setzte sich in den Lounge-Bereich mit einem Ardbeg-Eis oder einem eventuell sogar alkoholfreien Kaltgetränk und bestaunte die Kostüme der anderen Ardbeggians, die entweder ganz und gar im Stil der Hippie-Jahre erschienen waren oder sich einzigartige Ardbeg T-Shirts anfertigen ließen. Von Ardbeg-Blutgruppen und den „Dap“ zeigenden Einhörnern ist hier die Rede – mir war es definitiv eine wahre Freude die ganzen bunten Vögel zu sehen.

 

 

The solemn ceremony with Karen Fullerton

Natürlich weiß ich, dass man Karen wirklich keinem Ardbeg-Fan mehr vorstellen muss, aber die Höflichkeit gebietet es zu erwähnen, dass sie zum einen Global Brand Ambassador ist und zum anderen – für uns alle viel wichtiger – zum sogenannten Whisky Creation Team von Dr. Bill Lumsden gehört. Bill selbst zählt neben weniger anderer zu den echten Koryphäen im Whisky Business und stellt höchste Ansprüche an seinen Whisky, die Fässer und selbstverständlich auch an sein Team! Mit einem derartigen Kaliber langjährig zusammenzuarbeiten sagt mit Sicherheit einiges über die fachlichen Qualitäten von Karen aus. Über die menschliche Seite darf ich hingegen aus erster Hand berichten: Bereits am Abend vor dem Ardbeg Day hatte ich die einzigartige Gelegenheit Karen in kleiner, erlesener Runde zu treffen. Thomas Zilm, seinerseits Ardbeg & Glenmorangie Brand Ambassador für den hiesigen Markt, lud mich spontan zu einem Whisky Tasting in den Räumlichkeiten von Whisky Spirits in Frankfurt ein. Im engsten Kreis stellte Karen neben ihrer Begeisterung für Whisky und für alle spürbar Ardbeg unter anderem einen New Make vor. New Makes aus schottischer, etablierter Produktion sind käuflich meines Wissens nach nicht erhältlich. Ab und an hat man in den Brennereien mal Glück und darf das ungelagerte, soeben fertiggestellte Produkt verkosten, aber auch das ist selten. Dem folgte ein Ardbeg 13 Years Old aus dem Jahre 1998, Neben Ten, Uigeadail und Corryvreckan durften wir bereits am Vorabend den Ardbeg Grooves probieren – die Freude war auf unserer Seite! Dem noch nicht genug stellte Karen dem neusten Whisky aus dem Hause Ardbeg ein wahres Unikum gegenüber: Ardbeg  Alligator! Für mich persönlich war der Alligator gar nicht das Highlight des Abends, sondern vielmehr der Vergleich mit dem aktuellen Grooves. Ertappt man sich doch selbst ab und an mal beim Anstimmen des „früher war alles besser“-Klagelieds, so darf ich in Sachen Ardbeg fortan verkünden: Nicht besser, sondern gleichermaßen außergewöhnlich und toll!

 

 

Tasting Notes Ardbeg Grooves 46%

Aroma: Frisch und süß, leichter Ardbeg-Torf, aber viel zurückhaltender, als man es vermuten würde. Wer sich etwas Zeit nimmt und abwechseln, vorsichtig das Aroma aufnimmt, findet eine derart intensive Zimt-Note, das er sie gar nicht mehr los wird
Geschmack: Torf und kaltes Lagerfeuer dominieren, lassen sich aber von intensiven Meersalz-Aromen ablösen, die sich langsam in süßliche Honig-BBQ-Noten verwandeln.
Nachklang: Lang und intensiv ohne zu viel Torf oder Rauch, warm und Islay typisch

Holz: Extrem stark ausgebrannte Weinfässer
Stärke: 46,0% vol. Alk.
Preis: UVP unter €100 ab 12. Juni 2018 im deutschen Fachhandel und bei clos19.com

 

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