Baltic Trip 2015 – Teil 1/2

Das Geld war knapp, aber der Drang zu reisen ungebrochen. So kam es, dass Coco und ich mehrere Stunden auf der Couch vor dem Laptop verbrachten um unser Fernweh zu beruhigen. Preisvergleichs-Seiten hoch und runter gescrollt, Hotels gecheckt und schwupps hatten wir die Lösung: Einmal um die Ostsee, bitte!

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Montag morgen ging es früh zum Hamburg Airport und mit Germanwings nach Stockholm wo wir uns das Radisson Blu Royal Viking Hotel gegönnt haben. Dazu noch gleich die Anmerkung, dass ich stets alle Unterkünfte via Booking.com buche, ich finde hier die Auswahl sehr gut, die Bewertungen der Gäste treffen zu über 90% zu und preislich erwischt man immer wieder wahre Schnäppchen!
Besonders toll: Wir waren gegen ca. 09:00 Uhr im Hotel und konnten ohne Murren sofort einchecken und unsere Koffer auf’s Zimmer bringen – einfach klasse, Radisson Blu!!

Stockholm // Herr Lutz

Da Urlaube nun mal kurz sind und wir vor lauter Tatendrang gar nicht zu stoppe waren, ging es sofort auf Entdeckungstour durch die Innenstadt. Über die Einkaufsmeile runter zum Palast durch die Altstadt Stockholms bis ins Szene-Viertel Södermalm. In Södermalm steuerten wir direkt das Muggen an und genossen in der lauen Mittagssonne unseren Lunch. Danach streunten wir noch von A über D zurück zu B oder C durch das gesamte Viertel. Etliche Bars und Cafés reihen sich hier in den Seitenstraßen aneinander und auch viele Boutiquen mit Design Krimskrams für zu Hause oder stylischen Klamotten, einfach los laufen, man findet ohne zu suchen! An dieser Stelle verweise ich das erste Mal auf den Blog meiner reizenden Begleitung Coco, sie hat sich in ihrem Blog ausführlich mit Stockholm beschäftigt.

1st day of our vacation: 14km of walking through at least half of Stockholm 😀 of course w/ @cocollmann

Ein von Michael Jerry Lutz (@jerry1507) gepostetes Foto am

Am zweiten Tag gönnten wir uns Kultur vom feinsten und besuchten das Vasa Museum. Es ist ein auf seiner Jungfernfahrt direkt vor Stockholm gesunkenes Kriegsschiff, das war 1628. 1961 – also über 300 Jahre später – wurde es gehoben, restauriert und wird schließlich seit 1990 im Vasa Museum ausgestellt. Neben dem Schiff selbst sind einige kleinere Ausstellung zu Geschichte und Schiff zu sehen. Unter anderem kann man durch einen kleinen nachgebauten Teil des Schiffes gehen und bekommt so einen direkten Einblick in das damalige Leben an Bord solcher Schiffe. Auch das Krähennest gibt in einer 1:1 Nachbildung auf dem Boden, zum Anfassen und betreten! An einer Seite davon ist das Geländer des 3. Stocks, so hat man eine grobe Vorstellung wie es sich wohl anfühlen muss, selbst bei leichtem Seegang, dort oben irgendwas ausführen zu müssen. Großer Respekt vor den Seeleuten dieser Tage!! Vasa Museum // Herr Lutz Vasa Museum // Herr Lutz Vasa Museum // Herr Lutz Vasa Museum // Herr Lutz Es ist auf jeden Fall das Eintrittsgeld wert. Wer genügend Zeit hat, sollte sich den Besuch auf der „To-Do-Liste“ vermerken, auch wenn das Interesse für Schiffe oder Geschichte eher gering ausgeprägt ist, die Art und Weise der Präsentation und die gesamten Hintergrundinformationen sind beeindruckend! Mein ganz persönliches Stockholm-Highlight war der Besuch der Ardbeg Embassy Stockholm! Eine Bar, ein Pub und auch ein ausgezeichnetes Restaurant mit hausgemachten schwedischen Köstlichkeiten, die sich niemand entgehen lassen darf! Genaueres hierzu findet ihr in meinem vorangegangenen Beitrag. Ach ja, erwähnte ich, dass es dort auch Single Malt Whisky gibt?? 😉

Da es ja ein Trip durch einen großen Teil des Baltikums ist, ging es nach insgesamt drei Tagen Stockholm mit dem Flieger weiter nach Helsinki. An Bord des Fluges mit Norwegian hatte ich das zweifelhafte Vergnügen den vielleicht arrogantesten und überflüssigsten Steward Europas kennen zu lernen. Dieser Typ war so großkotzig und arbeitsunwillig, dass ich es euch wirklich nicht beschreiben kann. Nach einem Disput mit Coco über die korrekte Platzierung von Handgepäck, erläuterte er einem Familienvater mit Kleinkind auf dem Arm, dass er quasi nichts für sein Ticket bezahlt habe und er deswegen weder freundliches Auftreten noch Service erwarten könne, bzgl. Freundlichkeit und Service hielt der Steward vorbildlich sein Wort. Abschließendes Fazit: Nie wieder Norwegian dank dieses inkompetenten Flugbegleiters!!

Helsinki // Herr Lutz Endlich in Helsinki gelandet durften wir direkt die neue Bahnstation am Flughafen benutzen, die erst kürzlich fertiggestellt wurde. Gefühlte 10 Stockwerke unter Tage liegt die Station, die man entweder mit dem Fahrstuhl oder einige Rolltreppen erreicht. Beeindruckend!! Nach nicht ganz 30 Minuten erreichten wir den Hauptbahnhof und liefen rüber ins Glo Hotel Kluuvi. Die Innenstadt von Helsinki ist nicht gerade riesig und dieses Hotel ist für jegliche Aktivität perfekt gelegen, dafür auch mit Sicherheit nicht das günstigste. Helsinki // Herr Lutz Gerne würde ich jetzt sagen, wie spannend und aufregend ich unsere vier Tage in Helsinki fand, aber leider ist dem nicht so. Wir liefen die gesamte Innenstadt, den Hafen und die direkt angrenzenden Stadtteile ab. Umso weiter man sich vom Kern entfernt, umso seltener werden die Altbauten und historischen Gebäude. Den einstigen Sowjet-Einfluss erkennt und spürt man deutlich! Die Stimmung insgesamt war eher etwas bedrückend und die Mimik der Leute finsterer, lächelnde Menschen waren selten und die Freundlichkeit der Servicekräfte in Cafés & Bars nicht all zu stark ausgeprägt. Dazu kommen dann noch die Preise, die denen in Schweden in nichts nachstehen! Leider ist im Gegenzug die Qualität des Essens sehr oft, sehr schlecht und ich habe mich direkt ausgeraubt gefühlt, als ich im Stone’s für einen Burger, Pommes, ein Bier und ein Cider €54,- auf den Tisch legen musste – nebenbei bemerkt war es der schlechteste Burger und wirklich der ekelhafteste Ketchup an de ich mich erinnern kann! Leute, geht woanders essen… Zum Beispiel auf dem täglich stattfindenden Markt am Hafen. Die Preise sind auch hier nicht von schlechten Eltern, aber die Qualität war sehr solide. Helsinki // Herr Lutz Für €5,- pro Person kann man mit der Fähre zur Suomenlinna übersetzen. Suomenlinna ist eine Bastionsfestung und ganz klar einen Abstecher wert, nicht umsonst ist sie in den erlesen Kreis des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen worden. Die Einheimischen kommen hier her um zu Heiraten und daher sollte man Rücksicht auf die Hochzeitsgesellschaften nehmen und seine in Sandalen gezwengten Socken nicht unbedingt in den Hintergrund der Brautpaar-Fotos schmuggeln. Wenn nicht geheiratet wird, trifft man sich hier mit Freunden oder macht ein Familienpicknick auf einer der vielen Grünflächen. Wer sich nur kurz umsehen will, sollte mit zwei bis drei Stunden rechnen, bei wirklichem Interesse und Besuch der Museen geht locker ein ganzer Tag drauf.

#nofilterneeded on #suomenlinna today!!

Ein von Michael Jerry Lutz (@jerry1507) gepostetes Foto am

Das Botschaftsviertel neben dem Kaivopuisto-Park ist wie der Park selbst sehr sehenswert, am davor befindlichen Yachhafen gibt es auch ein nettes Café für die Stärkung zwischendurch. Auf Fotos aus diesem Teil müsst ihr leider verzichten, da ich mit nichts Sehenswertem mehr rechnete und das Handy im Hotel liegen blieb. So kann man sich täuschen…
Mein Gesamturteil über Helsinki fällt eher enttäuschend aus und ich zitiere ein älteres Paar „…ist genauso hässlich wie Hannover!“ und in Hannover mache ich eben auch keinen Urlaub.

Helsinki // Herr Lutz

Weiter geht es mit Tallinn & Riga im zweiten Teil unseres Baltic Trip 2015

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